Leni

Name :

Leni

Geschlecht:

Hündin

Geboren :

01/2016

Kastriert:

Nein

Aufenthaltsort:

D- Hamburg

Kontaktdaten:

Renate Düser

Email: Renate.dueser@t-online.de

Upate 8.3.2021 Wir haben einen neuen Bericht von  Lenis Pflegefrauchen bekommen:

Leni ist nun seit 5 Monaten bei mir und in der Zeit habe ich sie sehr viel beobachtet und möchte daher einen kleinen Nachtrag zu der Maus schreiben. Leni ist definitiv kein Anfängerhund und muss in erfahrene Hände und vor allem zu jemandem der viel Zeit, Geduld und innere Ruhe mitbringt. Denn durch ihr Verhalten kann sie einen manchmal schon sehr auf die Probe stellen. Leni ist aktuell kein Hund der einfach so mitläuft oder mit dem man entspannt spazieren gehen kann, sondern man muss stets beobachten und aufmerksam sein, da es ihr an Souveränität mangelt. Diese muss sie erst noch erlernen und das wird sicherlich ein bisschen dauern. Trotz allem ist Leni ein wahnsinnig liebevoller Hund, der ein riesiges Potential hat, sehr lernbegierig ist und eigentlich nur gefallen möchte. Sie ist zart besaitet und nimmt sich Ermahnungen sehr zu Herzen.

Lenis aktuelle Herausforderungen habe ich im nachfolgenden einmal kurz zusammen gefasst.

– Trennungsangst: Nicht für einen Single-Haushalt geeignet! Das Training muss langsam aufgebaut und gesteigert werden. Wir waren schon bei 2 Stunden, dann kam Silvester und wir durften wieder von vorne anfangen. Hier ist Ausdauer gefragt und vor allem darf der Hund nicht überfordert werden, sonst sind alle Trainingsschritte wieder futsch. Im Auto wartet sie ruhiger. Vor Geschäften kann sie nicht ohne Supervision angebunden werden, dort bekommt sie Panik und beißt sich los. Daher empfiehlt es sich, mindestens zu zweit zu sein, um das Alleinebleiben langsam üben zu können.

– Leinenaggressionen: Anderen Hunden gegenüber ist Leni nicht so freundlich. Als Zweithund ist sie daher momentan eher ungeeignet. Wenn sie getriggert wird, schnappt sie nämlich dann auch gerne mal nach dem Hund der ihr am nächsten ist, ob Spaziergangspartner oder Zweithund ist dann leider egal. Auch an der Schleppleine muss man sie genau beobachten, weil sie teilweise auf Hunde losgehen will, wenn die ihr nicht passen. Manchmal sind es auch Menschen, die ihr nicht passen oder ihr an einem falschen Ort begegnen. Das ist selten, aber kommt vor. Meinen Nachbarn findet sie im Flur zum Beispiel toll, vor der Haustür sieht das dann aber ganz anders aus.

– Jagdtrieb: Das ein Hütehund in ihr steckt, merkt man ganz deutlich, denn sie will die „Herde“ immer gut zusammen halten. Geht auf einmal jemand aus dem Rudel, dann will sie die Situation kontrollieren Dabei schnappt sie nicht, aber sie wird unruhig, schaut sich hektisch um und fiebt. Beim „Spielen“ mit anderen Hunden hetzt sie und muss stark beobachtet und geleitet werden. Hasen, Katzen und Vögeln will sie nachgehen.

– Angststörungen: Laute Geräusche, Scheppern und Schilder sind starke Trigger für sie. Treten diese Geräusche auf, wie zum Beispiel bei der Bahn, dann versucht sie zu fliehen. Und dabei achtet sie nicht mehr auf den Menschen an ihrer Seite. Ich kann sie da gut wieder rausholen, weil sie mir vertraut, aber man muss immer ein Auge auf sie haben, da es passieren kann, dass sie kopflos losrennt und einen zu Fall bringt.

– Lebensmittelallergie: Leni ist ein Allergikerhund. Wenn sie Stress hat, dann kratzt sie sich und leckt sich Stellen wund. Sie bekommt bei mir Wolfsblut und getrocknetes Fleisch als Leckerlis. Die verträgt sie gut. Dennoch muss man ihre Haut regelmäßig kontrollieren und ggf. behandeln. Aufgrund ihrer hektischen Art trinkt sie auch zu schnell, was dann zum Erbrechen führt. Daher muss auch ihre Trinkration kontrolliert werden und sie muss in Etappen trinken.

Leichte Ressourcenverteidigung: Ihr Essen und vor allem Knabberzeug gibt sie nicht so gerne wieder her. Das haben wir aber sehr viel geübt und sie ist da mittlerweile deutlich souveräner. Bei Kindern sollte man aber dringend darauf achten, dass sie nicht an den Napf gehen, wenn sie frisst.

Wir trainieren momentan alle „Baustellen“ pö a pö, aber das dauert natürlich seine Zeit. Leni entwickelt sich Schritt für Schritt weiter, aber es ist ein langsamer Prozess. Kein Wunder, wenn man soviel zu be- und verarbeiten hat. Zur Zeit ist sie bei meinen Eltern auf dem Land, da sie gerade läufig ist. Dort macht sie sich richtig toll, weil sie wenigern Triggern ausgesetzt ist, als bei mir am Stadtrand. Denn obwohl ich hier im Grünen wohne, ist die Dichte an Bahnschienen, lauten Geräuschen und vor allem anderen Hunden deutlich höher. Aus diesem Grund würde ich mir für sie ein Leben außerhalb der Stadt und in ruhiger Lage wünschen, damit sie noch schneller lernen und sich weiterentwickeln kann. Denn trotz allem steckt in Leni ein wahnsinnig toller und liebenswerter Hund, der eigentlich wunderbar zufrieden ist, solange sie bei ihrem Menschen ist.

Januar 2021

Leider ist die süße Leni wieder auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie lebt nun seit Oktober 2020 wieder bei ihrem ehemaligen Pflegefrauchen in Hamburg und sie hat uns auch von dort aus geschrieben:

Hallo, ich heiße Leni,

bin eine unkastrierte Hundedame und gerade 5 Jahre alt geworden.

Ich bin ein Sennenhund-Mix von den Straßen Griechenlands und seit 4,5 Jahren in Deutschland Zuhause. Vor kurzem bin ich zurück zu meinem Pflegefrauchen gezogen und suche nun meine Für-immer-Familie – vielleicht bist du ja die richtige?!

Die Zeit auf der Straße hat mich sehr geprägt, deswegen gibt es ein paar Sachen, die mir Angst machen. Dazu gehören:

  1. Laute Geräusche. Vor allem Scheppern mag ich nicht, weshalb ich auch vor der Bahn Angst habe und vor Schildern. Die finde ich sehr gruselig. Über Silvester brauchen wir glaube ich gar nicht erst reden. Aber dieses Jahr ging es. Da war ich sehr mutig und habe mich nur ein Mal hinter dem Tannenbaum versteckt.
  2. Andere Hunde, die einfach auf mich zustürmen, finde ich doof. Denen sage ich das dann auch sehr deutlich. Wenn ich einen Hund kenne, dann liebe ich es zu spielen und mich vor ihm/ihr auf den Boden zu schmeißen (eigentlich bin ich nämlich gar nicht so hart, wie ich auf den ersten Blick tue)
  3. Alleinsein mag ich gar nicht. Zurzeit wohne ich mit meinem kleinen Bruder Pedro, ebenfalls ein Mix aus Griechenland zusammen. Den mag ich sehr und er hilft mir auch, wenn ich alleine Angst habe. Manchmal denke ich nämlich, dass ich Zuhause vergessen werde und dann muss ich sehr weinen und heule wie eine Sirene. Mein Pflegefrauchen übt aber fleißig mit mir und sagt, dass ich das jetzt schon super mache. Die ist richtig stolz, denn die Nachbarn haben sich gar nicht mehr beschwert! Trotzdem sollte das unbedint weiter mit mir geübt werden, da dies wohl auch der Grund war, weshalb ich aus meiner alten Familie ausziehen musste.

Ansonsten finde ich eigentlich jeden toll, gebe sehr gerne Küsschen und begrüße Familie und Freunde jedes Mal mit halsbrecherischem Schwanzwedeln. Das mache ich auch jeden Morgen nach dem Aufstehen, denn ich finde ein neuer Tag muss gefeiert werden!

Auch Kinder mag ich und habe sowohl Erfahrungen mit Säuglingen als auch mit Kindern bis zu 5 Jahren gesammelt. Nur wenn es mir zu wild oder zu laut wird, dann mag ich das nicht so gerne. Dann brauche ich einen ruhigen Ort, wo ich mich zurückziehen kann. Aber das ist ja eigentlich auch verständlich, sagt zumindest mein Pflegefrauchen.

Deswegen fände ich es super, wenn ich bei einem älteren Paar auf dem Land oder am Stadtrand leben könnte. Omas und Opas finde ich einfach toll. Da ist es ruhig, die haben immer eine Hand frei zum Streicheln, geben einem leckeres Essen und ab und zu kommen die Enkel vorbei und werfen mir den Ball. Aber auch eine ruhige Familie wäre schön.

Weil ich ein bisschen Allergien habe, kratze ich mich manchmal, aber mit dem richtigen Futter ist das schon viel besser geworden.

 

Wenn du jetzt denkst, was für eine coole Socke? Dann melde dich doch gerne. Mein Pflegefrauchen freut sich über eure Nachrichten, auch wenn sie ein bisschen traurig ist, mich wieder gehen zu lassen. Wir kennen uns nämlich schon von seit ich Welpe bin und sind richtig dicke Buddies. Da ich recht kurzfristig aus meiner alten Familie ausziehen musste, klammere ich mich gerade sehr an mein Pflegefrauchen. Deswegen wäre es für mich  toll, wenn ich dich langsam kennenlernen kann und nicht direkt bei dir einziehe. Erst einmal ein paar Dates, um zu schauen, ob die Chemie stimmt, ein paar gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge und dann kann ich ganz entspannt in mein neues Leben an deiner Seite starten.

Ich freue mich von dir zu hören.

Bleib gesund!

Leni