Nicht jede Geschichte beginnt mit Liebe auf den ersten Blick. Manche beginnen mit Zweifeln, Herausforderungen und Tränen – und werden am Ende zu einer Liebesgeschichte.
So war es mit Eva, der Hündin unserer Vorsitzenden Renate, die am 26. Mai 2026 über die Regenbogenbrücke gegangen ist.
Ruhe in Frieden kleine Eva ❤️🐾🌈 Dein Frauchen hat uns noch deine Geschichte erzählt:
Meine geliebte Eva,
vor 17 Jahren bist du mir in Patras in einem ganz schrecklichen Hundegefängnis in die Arme gesprungen. In diesem Moment sind unsere Herzen miteinander verschmolzen, was ich aber erst später verstanden habe.
Ich durfte dich zusammen mit 11 weiteren Hunden mitnehmen – das war ein Wunder – und für die Dauer meines Aufenthaltes in Patras warst du meine fröhliche, aufgeweckte Begleiterin, die alles mitgemacht hat, was auf meinem Programm stand.
Ja, ich war in dich verliebt, aber zum einen konnte ich dich nicht mit zurücknehmen, weil du noch nicht ausreisefertig warst, zum anderen warteten 4 weitere Hunde zuhause auf mich, und es war für mich absolut undenkbar, einen fünften Hund zu adoptieren.
Als du mir am Flughafen Patras abgenommen wurdest, habe ich in deine ungläubigen, entsetzen Augen geschaut, und ich habe ganz furchtbar geweint, aber dennoch….. 4 Hunde sind genug!
Dachte ich.
Dann habe ich wochenlang rumgeeiert, habe dich aber auch nicht auf unsere Seite setzen lassen – niemand sollte dich haben, den ich nicht kannte, du solltest es besser als perfekt haben.
Ja, und dann haben mir die griechischen Tierschützer die Pistole auf die Brust gesetzt und du kamst doch zu mir.
Es waren bewegte Zeiten! Du hast innerhalb ganz kurzer Zeit aus meinen vier braven, gut handelbaren Hunden eine gefürchtete Terrortruppe gemacht – keiner hörte mehr auf mich; du warst sofort die Chefin, und du hast wirklich nichts ausgelassen, was mich an meine Grenzen gebracht hat.
Ich habe gedacht: in 10 Jahren ist das alles viel besser – HA – weit gefehlt.
Eine Woche bei einer Hundetrainerin, die sich von morgens bis abends nur um dich und deine und meine Erziehung gekümmert hat, hatte zur Folge, daß sie gesagt hat: “Vergiss es, lass sie einfach, wie sie ist”, denn auch die Hundetrainerin hat sich an dir die Zähne ausgebissen.
Das habe ich gemacht, und so sind wir immer mehr zusammengewachsen, und ich habe sicher viel mehr von dir gelernt als du von mir.
Du warst immer meine Freundin in Augenhöhe, nie “Untergebene” und schon gar nicht “Befehlsempfängerin” – wir haben einander vertraut.
Als du vor 3 Jahren schwer krank wurdest, hat niemand geglaubt, daß du überleben würdest – da warst du 15 – aber du hast dich wieder ins Leben zurückgekämpft, und wir haben noch 3 wunderbare Jahre miteinander verbracht.
Mindestens 10 Jahre lang hast du mich jeden Tag in die Praxis begleitet und hast dich jeden Morgen wie eine Verrückte darüber gefreut. Alle Patienten haben dich geliebt; du warst der perfekte Therapiehund: zugewandt, langmütig, freundlich.
Geliebte Zaubermaus, du fehlst mir in jeden Moment, und ich hoffe, du weißt, daß ich dich über alle Zeiten und Leben hinweg lieben werde.
Run free bis wir uns wiedersehen. Ich hoffe, du bist jetzt wieder mit deinen “Gang” Justice, Wilma, Paloma und Sarina zusammen, die du so vortrefflich in alle möglichen Abenteuer geführt hast.
R.I.P. kleine Eva.


