Update 22.12.2012

Mary heißt jetzt Reni und sie hat ein schönes Zuhause gefunden.

Mary ist eine ganz Süße, passt gut ins Rudel und ist überhaupt nicht
ängstlich, ganz im Gegenteil. Von den Fotos her hatte ich schon vermutet,
dass es sich bei ihr wahrscheinlich um einen Pointer-Mix handelt und ich
denke, ich hatte Recht. Sie sieht sehr nach Pointer aus und hat auch einen
entsprechend ausgeprägten Jagdtrieb. Am Rückweg vom Flughafen haben wir an
einem Parkplatz gehalten, dem ein Dammwildgehege angeschlossen war. Da
hättest du sie mal sehen sollen- völlig angespannt, zitternd und fiepend war
sie dagestanden und hat ihren Blick nicht für eine Sekunde vom Wild abwenden
können. Ich musste sie ins Auto tragen, weil sie keinen Schritt vom Gehege
weg wollte ;)

Wie dem auch sei, sie ist sehr lieb und nach 2 Versuchen unsere Katzen
aufzuscheuchen, hat sie aufgegeben. Es macht halt keinen Spaß, wenn keiner
wegrennt. Draußen würde sie sie ganz sicher ordentlich jagen, aber ich
glaube nicht, dass sie ihnen wirklich etwas tun würde.

Ansonsten ist sie sehr lustig und aufgeschlossen, liebt alle und jeden
(sogar Kleinkinder, die ihr an den Ohren ziehen) und hat vor nichts Angst.
Ordentlich an der Leine zu laufen muss sie allerdings noch lernen. ;-)

Gestern haben wir einen langen Spaziergang mit ihr gemacht und als wir an
der Hundewiese ankamen, habe ich sie an die Schleppleine (20m) genommen. Das
hat ihr besonders viel Spaß gemacht und sie ist die ganze Zeit gehüpft und
gerannt und hat versucht mit Uno zu spielen. Wenn man sie ruft, kommt sie
sofort. Ich denke sie ist sehr gefallsüchtig und leichtführig.
Erziehungstechnisch dürfte sie uns wohl kaum vor Herausforderungen stellen.
Vom Jagdtrieb vielleicht mal abgesehen.

Sie fährt übrigens auch völlig problemlos im Auto mit, springt sogar auf
Kommando selbstständig in den Kofferraum, lässt alles mit sich machen,
scheint stubenrein zu sein und ich denke nicht, dass sie bisher wirklich
schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie ist in jeder Situation sehr
entspannt, zeigt nie Angst und scheint sehr gut sozialisiert worden zu sein.
Die Ohren (die übrigens im Verhältnis  zum restlichen Körper viel zu klein
sind), sind immer vorne, die Rute ist immer an Wedeln und Mary hat vom
ersten Moment an ganz viel innere Ruhe ausgestrahlt. Auch wenn sie verletzt
im Tierheim gelandet ist, glaube ich, dass sie vorher im Haus gelebt hat und
sehr gut behandelt wurde. Sie scheint alles zu kennen, oder wirklich Nerven
aus Drahtseilen zu haben. Selbst LKW's, die direkt an ihr vorbeidonnern,
würdigt sie nicht mal mit einem Augenblinseln...

Das war übrigens schon am Flughafen so. Normalerweise hole ich einen Hund
nie schon in der Ankunftshalle aus der Box, sondern suche mir immer ein
ruhiges Eck irgendwo in Parkplatznähe. Aber diesmal habe ich in die Box
geschaut, hatte gleich das Gefühl, dass das gut gehen würde und habe sie
noch direkt im Ankunftsbereich rausgeholt, zwischen allen Leuten. Sie kam
mir auch gleich entgegen, hat mich begrüßt als wären wir alte Bekannte und
ist dann völlig selbstverständlich mit mir durch die Menschenmassen zum
Parkplatz gelaufen. :-) Der Flug scheint überhaupt nicht beeindruckt zu
haben.
 

 

 

 

Patras Hunde e.V.    renate.dueser@t-online.de