Update 22.06.2012

 

UPDATE 27. JULI 2011

Hallo Frau Düser,
 
ich dachte mir, ich schreibe Ihnen einmal wie es Paris so geht...
Hier ist es nämlich gerade himmlisch ruhig, da alle ein Sonntags-Schläfchen halten.
 
Nun ist Paris schon 3 ½ Monate bei mir und es ist schon einiges passiert, aber fange ich mal von vorne an.
 
Die ersten Wochen waren wirklich aufregend.
Paris durchläuft irgendwie verschiedene „Phasen“.
Die erste Zeit bestand darin, dass er den normalen Alltag kennen lernen musste. Hierbei fand er es noch äußerst nervig an der Leine zu laufen und er hatte eine RIESEN-Angst vor Männern, Autos, LKW’s, Treckern und Kindern auf Fahrrädern mit merkwürdigen Kopfbedeckungen (Fahrradhelmen).
->    die Lernphase
 
Dann kam das schlimmste überhaupt: Paris wurde „entmannt“!
Ich habe noch nie ein Tier nach einer Kastration so leiden sehen. Ich dachte schon, bei der OP sei irgendetwas schiefgelaufen. Paris hat nach der OP nichts mehr gemacht und wollte schon wieder nicht mehr laufen. Ich sah nur, dass seine Blase immer größer und größer wurde.
Das habe ich mir 2 Tage angesehen und bin dann wieder zum Tierarzt, weil ich dachte, dass der Hund irgend etwas schlimmes hätte. Der Tierarzt erzählte mir dann allerdings, dass Paris schauspielert und nicht mit den Schmerzen zurechtkommt. Der Hund dachte wirklich, dass es nun mit ihm zu Ende geht.
Wieder vom Tierarzt zurück, bekam ich den Hund nicht mal mehr ins Haus, denn er „konnte“ nicht mehr laufen. Meine Mutter kam besorgt rüber und dachte schon, der Hund müsste beim Tierarzt unter Aufsicht bleiben. Ich erzählte ihr, dass der Hund schauspielert und ich bat sie ihre Hündin zu holen, denn ich hatte Paris zwei Tage lang „Bettruhe“ verordnet. Paris lag da immer noch auf meiner Auffahrt und „wartete auf sein Ende“, tja und dann hörte er sie: Kira, seine Freundin. Er hob langsam den Kopf und sah sie dann. Ja, und was soll ich sagen: Er sprintete los!
And the Oscar goes to...
Anschließend “brach” er dann wieder leidend zusammen.
Das Theater dauerte eine Woche und trotz Schmerzmittel war nichts zu machen. Besonders peinlich waren die versuchten Spaziergänge. Alle 10 Meter kippte er einfach um und spielte den sterbenden Schwan. Die Autofahrer müssen sonstetwas gedacht haben. Auch sein Vertrauen in mich war einfach wieder zunichte gemacht. Nachdem die Fäden gezogen wurden, war der Spuck endlich vorbei und wir wurden wieder Kumpels!
->    die schlimme Phase
 
Als nächstes kann die Böse-Buben-Phase.
Hier ging es darum, die Grenzen abzustecken. Wie weit kann ich gehen, wie breche ich am besten aus (indem ich einfach den Maschen-Draht-Zaun hochschiebe), was schmeckt am besten, was geht am schnellsten kaputt und wie schnell bin ich im Garten umgraben. Himmel-Hilf!
Darunter gelitten haben: der Garten, der Kater, ich, ein Fahrrad-Computer, zahlreiche Zierkissen, ein Buch und meine Brille!
Gottsei dank, lief meine Brillen-Versicherung erst 2 Wochen später ab und ich bekam tatsächlich über die Versicherung 70% des Kaufpreises erstattet. Nun musste ich mich fast bei Paris bedanken, dass er meine Brille nicht 2 Wochen später gefressen hat. Diese Phase ging ungefähr einen Monat lang und ist nun endlich vorbei.
Er gräbt den Garten nicht mehr um, zerstört nichts mehr und ist nun endlich angekommen.
 
Ja und nun habe ich ihn endlich: meinen lieben Hund. Ich musste oft schimpfen, aber es hat sich gelohnt. Paris hat einen ganz tollen Charakter, er kann ein kleiner Grobian sein und auf der anderen Seite ein Charmeur mit Welpenblick. Er ist bei meinem Opa, bei Kindern, sogar bei meiner behinderten Kusine ganz vorsichtig. Er beobachtet die Situation bei Menschen und Hunden und beurteilt dann, wie man sich verhält und wie mit anderen Hunden gespielt wird. Er stellt sich auf jeden Hund individuell ein. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Er hat noch nie eine Aggression gezeigt. Ich weiß, dass er ein ganz toller Hund wird / ist. Er ist jetzt immer freundlich zu Mensch und Tier. Ein großer Kuschelbär, ein Witzbold (und ganz oft eine Schnarchnase  : )
 
Ich habe mit Paris nun auch meinen Sportkumpel gefunden:
Er liebt es zu laufen! Am Fahrrad laufen ist seine Passion und auch beim Roller-Bladen benimmt er sich perfekt.
 
Paris hat sich nicht nur vom Wesen her geändert, er sieht auch äußerlich ganz anders aus. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich nicht glauben, dass es sich um den gleichen Hund handelt. Paris hat sein komplettes langes rotbraunes Fell abgeworfen, war wohl noch altes Baby-Winter-Fell und hat nun eine stattliche schlanke Erscheinung bekommen. Auf den Bildern hat er noch sein langes Fell.
Ich bin ihm dankbar, dass er meine alte Hündin zum spielen animiert und sie dieses gerne annimmt.
 
Seit neuestem sind wir auf einem Hunde-Spaß-Platz. Als erstes haben wir Einzeltraining bekommen, weil Paris noch so eine Angst hatte. Hier sollten wir am Anfang Agility-Training machen, fand Paris allerdings voll doof. Es sollte sich so unsere Bindung festigen. So’n Quatsch! Nach 20 Minuten hatte Paris die Schnauze voll, dass er sich einfach in den Tunnel zum Schlafen gelegt hat.
Nun sind wir in einer Junghunde-Gruppe und üben Gehorsam. Hier findet Paris es total super und er hat auch schon viele neue Hundekumpel gefunden. Alle mögen ihn und er ist wirklich ein super lieber Kerl geworden. Mit Freunden macht nun auch Agility mehr Spaß. Ich bin froh, dass wir uns gefunden haben und freue mich auf die kommende Zeit.
 
Ihre
Sandra Ja. mit Tessy und natürlich Paris 

 

UPDATE 26. MÄRZ 2011

Wir haben Post :-)))

 

Hallo Frau Düser, Hallo Frau Bellmann,

 

Frauchen sagt, ich soll Ihnen mal Bescheid geben, dass ich auch selbst laufen kann.   ; )))

 

Es sah zwar zuerst nicht danach aus, aber sich von 2 Mädels abwechselnd tragen zu lassen, hatte doch auch etwas schönes an sich.

 

 

Tja und so war mein erster Abend in Deutschland:

 

 

Später hat Frauchen festgestellt, dass ich auch keine Treppen steigen will, also wurde ich auch nach oben zu Bett getragen ; )))

 

 

 


Frauchen ist ganz froh, da ich nicht ein einziges Mal in die Wohnung gemacht habe. Sie sagt, sie sieht es mir an den feuchten Augen an, dass ich mal muss. Letzte Nacht habe ich aber auch schon bescheid gesagt, dass ich mal raus wollte. Den Garten finde ich übrigens ganz toll, aber es ist doch eine Umgewöhnung nun im Haus zu schlafen. Jedoch so langsam lerne ich die Vorzüge kennen. Ich wurde heute schon dabei erwischt, wie ich mich schön auf die Couch gelümmelt habe. Frauchen weiß noch nicht, was sie davon halten soll, schließlich wäre ich noch im Wachstum und dann hätte sie keinen Platz mehr auf der Couch.

Ach wisst Ihr was, dass muß ich euch unbedingt noch erzählen! Also mein Frauchen, die kam da mit soner komischen Paste an. Sie nannte es Deutsche Leberwurst "Bääääääähhhhh" das ist vielleicht ein eckelhaftes Teufelszeug!!! Frauchens Mama sagte dann spaßeshalber: "Na das ist wohl kein griechischer Käse" und lachte.... aber am nächsten Morgen hab ich SIE dann zum Lachen gebracht =) Frauchen deckte sich den Frühstückstisch und da lag er, der griechische Käse, einfach so lag er da ganz allein und er hat soooo lecker gerochen *mhhhh*. Als Frauchen dann noch mal zurück zur Küche ging, konnt ich nicht widerstehen ich mußte ihn haben... Frauchen hat dann gesagt, dass liebe Hunde sowas nicht machen aber ich hab ganz genau gesehen, dass sie sich ihr Lachen nicht verkneifen konnte! ;)

 

 

Auf den Bildern seht ihr noch, den Border-Colli von Frauchens Schwester, sowie die Pudel von Frauchens Opa. Hier ist also ganz schön etwas los.

Ihr seht, mir geht es super, aber nun muss ich Schluß machen, ich soll wieder „Leine üben“ .

 

 

Euer „Paris“ aus Schleswig-Holstein

 

UPDATE 21. MÄRZ 2011

Paris ist am 19.03.11 sicher in Hamburg gelandet. Seine Familie hat sich riesig gefreut, dass sie ihren Buben endlich in/auf die Arme nehmen konnten.

Paris wollte keinen Meter laufen, deshalb mußte der große Bub' getragen werden :-))

Wir sind uns sicher, dass sich dieser Zustand ganz schnell ändern wird :-)))

PARIS    Rüde, 6 Monate alt , Shepherd-Mix


Paris lebte auf der Strasse in einem unwegsamen Gebiet, ca. 1 Stunde entfernt von Athen.
3 Hunde waren über ihn hergefallen, sie wollten ihn töten. Paris war in großer Not!
Zum Glück kamen Tierschützer aus Athen genau im richtigen Moment des Weges.
Beherzt sprangen sie aus dem Auto und konnten diesen wunderschönen, jungen Hund retten.
Paris war verletzt, sie  fuhren ihn direkt in eine Athener Tierklinik.
Die Verletzungen sahen schlimmer aus als sie waren - Paris war geschockt, aber es ging ihm relativ schnell wieder gut.


Mittlerweile ist Paris ausreisefertig.
Er ist ein gesunder, junger Hund. Paris wurde auf Mittelmeerkrankheiten getestet - alles ohne Befund.

Wenn Paris neue Menschen kennenlernt, ist er ein bisschen scheu - aber er ist entspannt und liebenswert mit den Menschen, die er liebt.
Mit anderen Hunden und Kindern ist er sehr freundlich. Wenn er Katzen begegnet - möchte er spielen.


Paris ist ein absoluter Familienhund - es wäre schön, wenn seine zukünftige Familie ein Haus mit Garten besitzt und Zeit für ihn hat. Wie gerne würde er Gras unter seinen Pfoten spüren und welpengerecht leben dürfen!


Gibt es eine Familie, die sich in diesen wundervollen Hund verliebt? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren

RENATE DÜSER
www.patras-hunde.de

Tel.: 04624 - 45 15 10
E-Mail:
renate.dueser@t-online.de

 

Wuffige Grüße

 

Alles in allem finde ich es hier echt knorke! Die Schweineohren schmecken, die Menschen sind sehr nett, der Garten ist toll und ach ja, ich bin verlieeeebt. Frauchens Mama hat eine hübsche weiße Samojeden-Hündin und es war Liebe auf den ersten Blick. Frauchen sagt, wir sehen aus wie „Susi und Strolch“. Am Sonntag sind wir den ganzen Tag durch den Garten getollt und haben verliebte Blicke ausgetauscht. Als die Hündin dann abends weggegangen ist, habe ich etwas geweint, aber Frauchen sagt, ich soll nicht traurig sein, schließlich wohnt sie direkt neben an. Wau, fein!!!

 

Am nächsten Tag habe ich dann aber ganz viel und schnell gelernt. Ich kann nun tatsächlich laufen, Treppen steigen und übe gerade an der Leine zu gehen (letzteres ist noch etwas blöd).

 

Frauchen und Frauchens Schwester mussten mich den gaaaaanzen  weiten Weg vom Flughafen bis zum Auto tragen und man beachte, ich wiege stolze 25 kg (haben wir heute festgestellt). Im Auto angekommen, habe ich sofort geschlafen. Zu Hause testete ich die beiden erneut. Ich wollte wieder getragen werden und habe mich kein einziges Mal gerührt. Erst als Frauchen ihren Hund heraus holte, habe ich mich gefreut und gemerkt, dass ich Füße habe, auf denen man stehen kann. Frauchens Hund (die schwarze Hündin) hat mich ganz nett empfangen und wollte sofort mit mir spielen, aber ich wollte doch nur schlafen.

 

ich bin’s der Paris. Ich wolllte mich mal aus meinem neuen Zuhause melden.

 

 

Patras Hunde e.V.    renate.dueser@t-online.de