Update 06.10.2015

Die süße Mathilda darf bei unserer Britta bleiben, nach einem Jahr kann sie sich einfach nicht mehr trennen :-)) Wir freuen uns sehr und wünschen viel Glück.

Update 15.05.2015

Mathilda entwickelt sich gigantisch! Ich habe noch nie einen Hund getroffen, der so dermaßen für sein neues Leben kämpft wie Mathilda. Sie kam bei uns wie ein Häufchen Elend an, schlief ja eigentlich nur den ganzen Tag, weil sie wohl doch noch ziemliche Schmerzen hatte. Dann kamen die Ops und Mathilda war nur 3 Tage nach der Amputation schon soweit das sie laufen wollte und zwar ohne jegliche Hilfe. Ich wurde vom Tierarzt angehalten, sie ruhiger zu halten und gemächlich mit ihr zu üben um neue Muskeln aufzubauen. Das haben wir nun getan und inzwischen ist hier jeder sprachlos. Mathilda ist komplett angekommen und ist von meinen 5 Hunden der anspruchsvollste. Sie möchte ständig beschäftigt werden.  Mathilda hat beim spazieren gehen allerdings Probleme, da das Tempo für sie zu langsam und sie so eher nur am humpeln ist. Ich habe also ausprobiert in welchem Tempo Mathilda von sich aus lieber laufen möchte und das ist der Trab oder der Galopp. Hier kann sie sich selbst perfekt ausgleichen und sogar sehr gut springen!!! Wenn Mathilda ihr Tempo erreicht hat, fängt sie richtig an zu grinsen.  Ich weiß noch das ich sagte: "Mathilda wird nie einen Dauerlauf meistern!" haaaaahaaahaaaaa ihr kennt Tille nicht =) Mathilda läuft inzwischen neben Inlinern her und kommt fleißig mit zum joggen!!! Alles ist natürlich mit unserem Tierarzt abgesprochen. Der Muskelaufbau ist für Tilly extrem wichtig um sie möglichst lange fit zu halten. Die Bewegungen müssen aber gleichmäßig und kontrolliert sein, da sie sonst Probleme mit der Spondylose bekommt. Das heißt sie darf keine wilden Frisbeespiele oder ähnliches absolvieren. Wir laufen inzwischen problemlos 11,5 km in 60 Min. Das ist doch für einen Dreibein eine absolut starke Leistung. Medizinisch gesehen hat sich ihr Leishwert erheblich verbessert. Ihre Diabetes Insipidus leider nicht. Mathilda ist weiterhin auf ihre Medikamente angewiesen.  

 

 

 

Update 01.02.2015

Mathilda ist nun schon ein paar Wochen in Deutschland aber langweilig wurde es für sie bisher leider nicht. Nach ersten hoffen, das Mathilda ihr Bein behalten könnte, folgte dann beim Spezialisten in Deutschland die Gewissheit, dass dem leider nicht so ist. Also folgte im November die große Amputation, direkt aus der Hüfte heraus, weil auch ihr Oberschenkel nicht die nötige Stabilität mehr aufwies. Nach dieser großen Op musste die Maus sich erst mal wieder erholen. Zwar kam sie als Dreibein sofort gut zurecht, doch leider entzündete die Wunde sich leicht, hier war eine sehr intensive Pflege nötig. Trotzdem war irgendwas mit ihr noch immer nicht in Ordnung, sodass wir sie von Kopf bis Fuß durchleuchten ließen. Dabei kam leider heraus, dass Mathilda neben der Leishmaniose auch an Spondylose erkrankt ist, was derzeit aber noch gar nicht so schlimm ist. Schlimmer ist leider die Diagnose, dass Mathilda Diabetis Insipidus hat, dies ist nicht vergleichbar mit Diabetis Mellitus, sondern ist eine Krankheit, die man auch die so genannte Wasseruhr nennt. Ihr Körper kann ein Hormon nicht ausreichend bilden, welches ihr Durstgefühl steuert, sodass sie ungehindert bis zu 10 Liter Wasser am Tag trinken würde und dementsprechend ihren Urin auch nicht kontrollieren kann. Hierfür bekommt Mathilda nun Medikamente, sodass sich ihr Leben langsam normalisiert. Dennoch muss man hier sehr Gewissenhaft mit ihr sein und muss sie, trotz Tabletten, immer gut beobachten und ggf. auch ermahnen, denn das Trinkverhalten ist für sie wie eine Sucht. Ob die Krankheit heilbar ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, da diese Krankheit bei Hunden sehr sehr selten ist. Was bei allen Diabetis – Formen aber helfen kann, ist die Kastration, damit sich der Hormonhaushalt normalisieren und zur Ruhe kommen kann. Da Mathilda im Dezember auch noch eine Scheinschwangerschaft bekommen und ihr Hormonhaushalt komplett verrückt gespielt hat, folgte im Januar direkt die nächste Op. Mathilda musste nun also dringend kastriert werden, wichtig war hier auch die gesamte Entfernung der Gebärmutter, da das Gewebe bereits strukturell verändert gewesen ist. Seither geht es ihr stetig besser und fängt an das Leben zu genießen. Wir hoffen natürlich, dass die Krankheit in ein paar Monaten so gut in den Griff zu bekommen ist, dass sie die Tabletten vielleicht irgendwann nicht mehr benötigt. Dies wird nun die Zeit zeigen müssen…

Für Mathilda wünsche ich mir eine Singlefrau oder ein ruhiges Päärchen ohne kleine Kinder, denn die findet Mathilda noch immer suspekt. Dafür blüht Mathilda in der Nähe zu anderen Hunden auf. Für sie ist es wichtig viel Körperkontakt zu spüren, gerne liegt sie dicht an den anderen Hunden dran oder aber auch an mir. Sie ist wie ein kleiner Klammeraffe, im positiven Sinne ;)

Derzeit kennt Mathilda noch kein Stadtleben, hier hat sie Angst und versucht zu flüchten. Deshalb bevorzugt sie ein ebenerdiges (ganz wichtig als 3 Bein!), gefliestes Haus auf dem Land, mit Garten, in dem sie sich frei bewegen und laufen kann, denn zum einen kann Mathilda nicht immer so lange ihren Urin halten wie andere Hunde, zum anderen macht sie keine Geschäfte auf Spaziergängen. Zudem entwickelt Mathilda Rassetypisch einen sehr starken Jagdtrieb, speziell auf Kleintiere, wie Vögel, Geflügel und Hasen. Daher darf Mathilda momentan auch nicht mehr ohne Leine laufen.

Da Mathilda langsam auflebt, fängt sie auch an ihre Grenzen auszutesten. Natürlich nie boshaft aber sie fängt an aufzuholen, was sie lange Zeit verpasst hat, hier muss man also manche Kommandos inzwischen öfter wiederholen, die vor ein paar Tagen noch wie aus dem FF klappten  – manchmal kommt nun der kleine Junghund in ihr wieder durch aber wer kann ihr das bei dieser Vorgeschichte verdenken?!  

 

 

 

 

Update 06.11.2014

Mathilda ist nun seit einem Monat hier bei uns auf der Pflegestelle und sie ist wirklich eine sehr liebe und nette Hündin.
Mathilda wird bei uns "Maddy" gerufen und sie hat von Anfang an auf ihren Namen gehört, als hätte sie diesen schon ihr ganzes Leben.
Maddy ist gegenüber anderen Hunden sehr verträglich und hat auch im Haus keinerlei Probleme. Ihr ist es egal, ob der Staubsauger oder die Waschmaschine läuft. Das einzige was ihr noch etwas Angst macht, sind kleine Kinder, wenn diese sich sehr ungestüm bewegen. Maddy hat schon sehr gut zugenommen und ein sehr weiches und pflegeleichtes Fell bekommen. Maddy kann bereits "Sitz" machen und das Kommando "Bleib" klappt auch schon ganz gut. Das liebe Hundemädchen ist wirklich etwas besonderes, denn sie hat ein Handycap. Maddy wurde in Griechenland angeschossen und daher hat sie leider nur 3 gesunde Beine. Sie wird ihren linken Hinterlauf leider nie wieder benutzen können. Da das Gewicht des kaputten Beines ihr Probleme bereitet und sie es nicht belasten kann, musste die kleine Maus leider noch operiert werden. Maddy wird daher in Zukunft ihr Leben auf 3 Beinen genießen. Das Laufen auf 3 Beinen konnte sie in der Vergangenheit jedoch bereits "üben" und wir können sagen, dass es sie überhaupt nicht stört. Die Süße findet auch so alles total knorke. Wir waren gestern mit Maddy das erste Mal im Hundewald und die anderen Hunde mussten sich warm anziehen, denn Maddy hatte so einen Spaß und hat schon fleißig mit getobt. Apropos warm anziehen: da Maddy ein sehr kurzes Fell hat, wird sie diesen Winter wohl einen Mantel benötigen, da sie das norddeutsche Wetter noch nicht gewöhnt ist. Maddy hat sich im Hundewald vorbildlich abrufen lassen und fand das alles super toll. Sie fährt im Auto artig mit und ist überhaupt sehr pflegeleicht. Maddy ist ein absoluter Anfängerhund und würde sich über ein ebenerdiges Zuhause evtl. mit Garten sehr freuen. Sie wäre im übrigen auch als lieber Zweithund sehr geeignet. Bei Maddy wurde ein Mittelmeertest durchgeführt und es ist ein geringer Leishmaniosetiter festgestellt worden. Sie ist jedoch gut auf ihr Medikament eingestellt. Das Medikament ist nicht sehr teuer und bei Fragen zu der Krankheit können wir gerne weiterhelfen. Dafür würde man mit Maddy ein sehr liebes Mädchen bekommen, das vielleicht keinen Dauerlauf am Fahrrad hinlegen kann, aber weiterhin eine ungebändigte Lebensfreude besitzt.

 

 

 

Update 14.09.2014

Mathilda, ca. 5-6 Jahre alt, ca. 50 cm groß

Eine Tierschützerin hat Mathilda Ende Juli in Selianitika, einem Dorf in der Nähe von Patras gefunden. Sie war extrem abgemagert und hatte ein gebrochenes Bein, der Knochen stand heraus. Sie hat die Hündin zu unserer Tierärztin nach Patras gebracht. Zum Glück hat sie keinerlei Mittelmeerkrankheiten. Das Bein wurde operiert, es ist aber nicht sicher, ob sie es behalten kann; benutzen wird sie es sowieso nie wieder können. Unsere Tierärztin meinte die Röntgenaufnahme zeigte, dass sich  Eisenkugeln in dem Bein befinden...
In den nächsten Tagen wird sich herausstellen, ob das Bein amputiert wird oder nicht. Mathilda ist im Moment eine ganz Ruhige und Liebe, sie hat auch keine Probleme mit Artgenossen. Wir hoffen nun für Mathilda ein schönes Zuhause zu finden.
 
 

 
 Renate Düser
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Patras Hunde e.V.    renate.dueser@t-online.de