Indy ist tot!!!

es sollte alles gut werden !!! Seine Pflegefamilie konnte sich nicht mehr von ihm trennen, Indy hatte es geschafft! ENDLICH ZUHAUSE!!!

Doch dann kam der 16.Juli 2010 der Tag der letzten Operation die ihm ein neues schmerzfreies Leben ermöglichen sollte...Indy überlebte sie nicht...

Wir sind geschockt!

Geschockt und unfassbar!!! Indy´s Herz versagte in der Inhalationsnarkose und konnte nicht wiederbelebt werden!

Aber:

er starb glücklich! da sind wir uns sicher !!! Glücklich zu wissen, das er es geschafft hatte! Endlich zu Hause zu sein........

Er bleibt als Held in unserem Herzen

 

 

vergangene Berichte:

 

 Hallo Ihr Lieben,

endlich kann ich Euch die frohe Botschaft zurufen:


                                                           
INDY IST DA

                                                                            
  Mit  LH3385 am 29.05.2010,  landete INDY sicher in Frankfurth

  In Frankfurt wurde er sehnsüchtig von seinem

  Pflegefrauchen erwartet


             
INDY   

 

...zum Abschied noch ein Foto mit seiner Lebensretterin


Indy lag bei seiner Ankunft in Frankfurt, ganz ruhig in seiner Box ( so richtig SETTER LIKE :-)
Er darf sich jetzt auf einer sehr "hundeerfahrenen"  Pflegestelle erstmal von den Strapazen der vergangenen Wochen erholen.
Ich werde berichten, wenn ich Neuigkeiten von der Pflegestelle erfahre.

Liebe Grüße

Brigitte

Nochmals herzlichen Dank an alle Menschen, die Indy begleitet haben.
Vielen Dank an die Spender, durch die Indy's Operation erst ermöglicht wurde - vielen Dank an seine Lebensretter!

 

 

 

INDY hat seine Familie gefunden

 

Seine Familie schreibt: 

Zur Erinnerung an Indy

Liebe Renate, liebe Brigitte,
es ist nicht einfach diese Zeilen zu schreiben, die Trauer um Indy ist so wahnsinnig groß. Indy ist uns in den vergangenen Wochen so sehr ans Herz gewachsen - wir haben ihn kennen- und lieben gelernt. Meine Frau und ich haben daher beschlossen, über unsere gemeinsame Zeit mit Indy zu schreiben. Damit können viele liebe Menschen, die Indys Weg verfolgt haben und über ihre Spenden seine lebensrettenden Operationen ermöglicht haben, ihn aber leider nie persönlich kennen lernen durften, etwas mehr über diesen verschmusten, liebevollen Jungen erfahren.

Es wäre schön, wenn Sie etwas davon über patras-hunde.de weitergeben. Gerne dürfen Sie auch einige von den Fotos verwenden, um zu zeigen, dass Indy wirklich angekommen ist. Dafür haben ihm ja alle die Daumen gedrückt.

Als Indy nach seinem Nachtflug bei uns am 29.5. angekommen war, war er noch sehr schüchtern und traute sich zwar aus seiner Transportbox, verkroch sich aber erst unter unserer Tanne im Garten und wollte erst einmal für sich sein. Keine schlechte Idee, dann da war es nicht ganz so warm. Er kam zwar auf uns zu, aber seine Scheu war noch zu groß und er suchte lieber einen ungestörten Platz. Es war ja alles so neu. Er hatte die Wahl und hat die erste Nacht lieber in seiner offenen Transportbox auf unserer Terrasse verbracht. Wir wollten ihn zu nichts zwingen. Am Sonntag haben wir dann im Haus bei offener Terrassentür gefrühstückt und Indy kam immer wieder ganz neugierig auf die Terrasse gelaufen, ging wieder und dann rannte er ins Haus und suchte sich seinen Platz im Wohnzimmer, den er dann auch behalten durfte.

Seinen Schlafplatz fand er bei uns im Büro, direkt neben unserem Schlafzimmer. Er hat es sich auf seiner Decke so richtig gemütlich gemacht. Ganz zufrieden hat er dort auch manchmal mit ausgestreckten Beinen auf dem Rücken geschlafen. Ganz toll war es für ihn, wenn wir ihn dort streichelten, mit ihm schmusten und er dabei seinen Kopf auf unseren Beinen ruhen lassen konnte.

Die ersten Spaziergänge durch unsere Siedlung waren für Indy zuerst besonders gruselig, jedes laute Geräusch, wie das Herunterlassen von Rollläden, ließ ihn in den ersten Tagen zusammenzucken. Im Wald war es für ihn einfach interessanter. Ganz besonders hatte es ihm unsere Wiese am Waldrand angetan durch das Gras zu streifen und zu versuchen, Motten zu fangen, war ja auch ganz lustig. Er hüpfte durchs hohe Gras und wollte dabei eigentlich immer schneller unterwegs sein, als er durfte. Er war ja noch so dünn und er hatte so wenige Muskeln, die seine Knochen entlasteten. Da mussten wir ihn natürlich leider bremsen. Je nach Tagesform waren dann die Spaziergänge auch schon einmal kürzer. Aber er schien das zu verstehen.

Etwas ganz tolles beherrschte Indy von Anfang an er war absolut stubenrein.
Indy war anfangs sehr zurückhaltend gegenüber unserem Sohn vor Kindern hatte er eine besondere Scheu. Aber auch Sebastian ist es mit seinen 4 Jahren gelungen, sein Vertrauen zu gewinnen. ‚Indylein‘ und kulinarische Aufmerksamkeiten wirkten wahre Wunder.

Nach etwa 3 Wochen begann er auch schon seine Spaziergänge regelrecht einzufordern. Er lag im Flur vor unserer Haustür und hat nur darauf gewartet, dass wir seine Leine hervorholen und uns auf die nächste gemeinsame ‚Expedition‘ vorbereiten. Es war wirklich schön zu sehen, wie wir uns immer mehr verstanden. Natürlich hat er dann sein Revier ganz besonders intensiv markiert.

Einmal konnte er beim Öffnen der Haustür blitzschnell entwischen (Mist, nicht genug aufgepasst) und rannte auf die verkehrsberuhigte Spielstraße vor unserem Haus. Er war schon ein ganzes Stück weit gekommen, hinterherrennen würde wohl nicht viel bringen. Aber er kannte ja schon seinen Namen ich habe nach ihm gerufen und konnte so seine kleine Extratour verkürzen er kam zurück.

Zweimal ist mir die Flexileine bei unseren Waldspaziergängen aus der Hand gerutscht. Leider passiert das manchmal ganz schnell, wenn man seinem Sohn ein paar Dinge erklären möchte und nicht richtig aufpasst. Indy ist erst einmal ein paar Meter davongelaufen die sich aufrollende Flexileine hat ihn ja verfolgt! Aber er hat sich dann an der sich für ihn passenden Stelle hingesetzt und auf uns gewartet. Denn wir gehörten ja zu ihm. Wow!

Die Sommerabende waren richtig heiß. Ich bin mit ihm einmal so gegen Mitternacht bei unserem Abendspaziergang auf eine nicht mehr eingezäunte Pferdewiese gegangen. Wir sind dort zusammen umher gerannt. Für ihn war es die perfekte Gelegenheit ‚Fang-mich-doch‘ zu spielen. Er hatte seinen Spaß, und ich auch.

Ganz besonders stolz waren wir, dass er ganz schnell verstand, was mit ‚Indy - Hier‘ und ‚Sitz‘ gemeint war. Wir konnten ihm beim Namen rufen, er kam zurück, um sich dann ganz stolz vor uns zu setzen. Natürlich bekam er dann seine Belohnung und seine Streicheleinheiten. Er mochte uns und wir mochten ihn. Er passte perfekt zu uns.

Indy war auch sehr fürsorglich. Für unsere 18-jährige Mischlingshündin hat er die ‚Augenpflege‘ übernommen. Er hat sie ganz sanft berührt und ist ihr ganz vorsichtig über ihr Gesicht gestrichen.

Unser Aqua-Trainer für Indys sanften Muskelaufbau war die Agger, ein kleiner Fluss, den wir zu Fuß durch den Wald ganz schnell erreichen konnten. Geregnet hat es ja nicht viel. Man konnte jetzt bei weniger als 1m Wassertiefe von einem zum anderen Ufer gelangen. Das war natürlich ein perfektes Übungsgelände! Zuerst traute sich Indy nicht so ganz das mussten wohl 1000m Wassertiefe sein. Susanne hat ihn dann ganz sanft davon überzeugt, dass es weniger ist. Wir waren danach sehr oft unten am Fluss. Indy kannte den Weg ganz genau. Die letzten 100m war er kaum zu bremsen und er hatte immer einen riesigen Spaß, sich sofort in das kühle Nass zu stürzen. Unser Sohn hatte immer einen riesigen Spaß, wenn Indy sich noch im Wasser trockenschütteln wollte. Gemeinsam durchschritten wir den Fluss hin und her. Indy hatte dabei auch immer einen besonderen Anreiz, denn am anderen Ufer grasten prächtige, braune Rinder. Immer wieder forderte er uns im Wasser zum Spielen auf vorne geduckt und hin- und herspringend. Das war dann unsere ‚ganz spezielle Dusche‘.

Indy hat nach seiner Ankunft nach und nach Muskeln aufgebaut. Es war schön zu sehen, wie er sich entwickelte. Das lag auch an seinem Appetit wir haben ihn mit Frischfleisch aufgepäppelt.

Leider wollte er sein linkes Hinterbein nicht belasten. Wenn er manchmal so vor uns stand, zitterte es. Er musste Schmerzen haben. Ein Besuch beim Tierarzt brachte Klarheit das Hinterbein war luxiert, ein Einrenken war nicht mehr möglich. Auch der Nagel, der Indy half seinen Bruch zusammenwachsen zu lassen, musste möglichst schnell entfernt werden. Er hatte sich nach außen verschoben. Der Tierarzt sagte, dass eine OP unumgänglich ist, wenn wir ihm die Schmerzen nehmen wollten. Außerdem bestand die Gefahr, dass das Muskelwachstum durch die Luxation stark beeinträchtigt wird und Indy das Bein wenn nicht bald operiert wird niemals richtig einsetzen kann.

Diese OP am 15.7. sollte ihm die Dauerschmerzen nehmen. Nach der Voruntersuchung hatte Indy auf der Rückfahrt vom Tierarzt beschlossen, den Kofferraum zu verlassen und hat sitzend auf der Rücksitzbank die Fahrt genossen.

Am Tag der OP hat ihn meine Frau in einer großen Hundebox transportiert, damit er auf seiner Rückfahrt nicht mehr so einfach seinen Platz bestimmen kann. Ein ganz tolles Team bestehend aus 3 Ärzten hat sein Bestes gegeben. Susanne durfte bei der OP dabei sein. Es verlief alles normal, der Nagel war entfernt, die Femurkopf-Resektion war durchgeführt, die Wunde vernäht man war fertig. Alles war gut verlaufen. Alles war überwacht. Doch dann Herzstillstand. Keiner hatte damit gerechnet, es kam völlig überraschend. Alle wiederbelebenden Maßnahmen waren erfolglos, Herzmassage, Injektionen. Indys Herz war einfach stehen geblieben und reagierte auf gar nichts mehr. Unfassbar auch für den Tierarzt, der die OP leitete. Er weinte um Indy! Es gab keinerlei Erklärung für dieses Herzversagen

Indy hat einen Platz in unserem Garten gefunden und liegt nun neben unserer Irish Setter Hündin Jackie und unserem English Setter Bianco. Wir haben ihn liebevoll, in seiner Lieblingsdecke eingehüllt, am Freitag, den 16.7.2010 beerdigt. Die anderen Grabbeigaben bleiben unser Geheimnis.

Wir sind froh, dass wir dich kennenlernen durften. Wir sind stolz darauf, dass du bei uns ankommen durftest. Good bye, white summerdream….

Susi, Tom & Sebastian

 

Lassen wir die Bilder auf uns wirken

 

Mein Wohnzimmer...

 


...hier gefällt's mir

 

Bin ich fotogen !!!     

                                      

 

Good bye INDY

Patras Hunde e.V.    renate.dueser@t-online.de