Update 09.01.2013

Wir haben unsere kleine Maus etwa eine Woche nach ihrer Ankunft bei uns, auf Lisa umgetauft.
Lisa hat sich sehr schön bei uns eingelebt.
Wir hatten so unsere kleinen Problemchen. Sie war doch sehr ängstlich. Das mit der Stubenreinheit hat auch ein Weilchen gebraucht. Und ich habe feststellen müssen, dass wir in der Erziehung mit ihr mit deutlich mehr Fingerspitzengefühl ran gehen muss. Bspw. haben wir in der Hundeschule gelernt, dass man anfangs den Hampelmann machen und sich einen Ast abfreuen soll, wenn der Hund was richtig macht. Damit er gleich lernt, was "fein" oder "bravo" bedeutet. Mit dieser Taktik habe ich bei drei Hunden bisher richtig gelegen. Bei Lisa aber ging das nach hinten los. Sie bekam Angst, wenn ich zu hastig geworden bin. Also musste sie erst mal lernen, was loben heißt.
Auch mit unserer 6jährigen Layla hat sie sich klasse angefreundet. Die beiden
lieben sich mittlerweile!
Ungefähr drei Wochen, nachdem sie bei uns einzog, bin ich mit ihr zu einer
Hundeschule gegangen. Die Schule, in der wir unsere ersten zwei Hündinnen in die Welpengruppen brachten, hat leider nur noch Tricktraining im Angebot. Daher musste ich erst mal eine passende Hundeschule finden. Leider hat das nicht funktioniert. Lisa hat bei Begegnungen mit anderen Hunden keine Probleme. Sie guckt erst mal und nimmt auch schon mal von sich aus Kontakt auf. Und bisher hat es auch immer gepasst, so dass es immer positive Erlebnisse für sie waren. Aber in dieser ersten Hundeschule war es ihr leider einfach zu viel. So dass wir nach vier Wochen abgebrochen haben und ich nun nach längerer Suche ab dem 20.01. eine neue Schule probieren werde. In dieser ersten Hundeschule wurden wir in eine sehr große Gruppe gesteckt. 11 halbwüchsige Hunde jeglicher Rasse. Leider fast ausschließlich sehr großwüchsige (Riesenschnauzer, Dogo Argentino, Retriever, Setter usw.). An sich kein Problem. Aber das waren alles klassische Junghunde, die in dem Alter, wie die Raufbolde, alles über den Haufen rannten.
Das war für Lisa eindeutig zu viel. Sie hat keinerlei Besserung von Woche zu
Woche gezeigt und versteckte sich immer bei mir. Hier habe ich auch zum ersten Mal ein Warnschnappen ihrerseits beobachten können.
Da ich keinerlei Sinn gesehen habe, hier noch weiter zu machen, habe ich wie
gesagt abgebrochen.
Ich bin aber guter Hoffnung, dass es in der nächsten Hundeschule ab nächste
Woche deutlich besser laufen wird. Die Trainerin hat Erfahrung mit
Tierschutzhunden und richtet ihre Gruppen danach aus. Lisa kommt in die
Grunderziehung, wo auch einige jüngere Hunde dabei sind. Die Trainerin hat
bereits eine Kennenlernrunde mit uns absolviert, um auch charakterlich passende Tiere zueinander zu führen. Lisa hat einen leicht bestimmenden Charakter. Das sieht man ihr so nicht an, da sie noch etwas unsicher ist. Und sie soll Selbstbewusstsein aufbauen und lernen, dass sie mir in jeder Situation vertrauen darf.
Sie hat auch eine kleine Macke, die denke ich normal ist: sie schlingt, nein -
sie inhaliert ihr Futter! Anfangs war das nicht so. Da hat sie zögerlich und
vorsichtig gefressen. Aber mittlerweile muss ich echt aufpassen, dass sie sich
nicht verschluckt. Die Geduld versuchen wir ihr gerade auch beizubringen. Und
dass sie lernt, dass sie keine Sorge haben muss, zu kurz zu kommen. Aber das bekommen wir auch noch hin.
Anfangs hatte sie an den Vorderbeinen einen starken Durchtritt. Auch war sie
sehr mager. Sie hatte keinen Bauch und man konnte hinter den Rippenbogen fassen. Mittlerweile hat sich der Durchtritt verwachsen, sie hat kräftig an Muskulatur zugelegt. Könnte ruhig das ein oder andere Pfund mehr auf den Rippen vertragen. Aber der Tierarzt ist mit ihrem Zustand sehr zufrieden.
Es ist eine Freude, ihr beim rennen und toben auf den weitläufigen Wiesen
zuzusehen. Es war wirklich herzerwärmend zu sehen, wie dieses scheue kleine Rehlein von Tag zu Tag immer mehr auftaute und regelrecht Lebensfreude verströmte und fast schon leuchtete! :)
Ab und zu mal, wenn sie von einer Situation überfordert wird oder unsicher wird, kommt sie zu mir angelaufen und versteckt sich bei mir. Es hat nicht lange gedauert - aber mittlerweile läuft sie beinahe ausschließlich ohne Leine. Da wir sehr ländlich leben, sind es nur kurze Wege an den Straßen, wo sie angeleint sein muss. Aber ansonsten rennt sie komplett frei. Sie lässt sich abrufen und kommt auf Zuruf aus fast jeder Situation beinahe sofort.  Sie kann mittlerweile alle Grundkommandos.
Wirklich der einzige Punkt, der uns noch etwas Bauchweh bereitet, ist ihre
Fahruntauglichkeit. Ihr wird im Auto sehr schnell schlecht. Wir haben es
zunächst homöopathisch versucht. Aber leider muss sie nun vor größeren Fahrten (bspw. die tolle kurvige Serpentinenstrecke zur Hundeschule über fast 20km) immer eine Tablette Vomex schlucken, damit sie nicht spuckt.
So versuchen wir sie ans Fahren zu gewöhnen. Die ersten Wochen hat sie das Problem nicht gehabt. Als wir mit der Hundeschule begannen (beide Hundeschulen liegen auf derselben "tollen" Strecke) hat sie das erste Mal gespuckt. Danach bei fast jeder noch so kleinen Strecke. Das war eben eine falsche Verknüpfung, die sie da für sich geschlossen hat.
Hoffentlich legt sich das Problem bis zum Sommerurlaub, da wir ja mit dem Auto nach Griechenland fahren und die Hunde schließlich mit sollen. Aber das werden wir auch noch hin bekommen. Die ersten Kurzstrecken schafft sie nun mittlerweile auch ohne Tablette. Wir üben fleißig weiter.
Alles in allem ist Lisa wirklich ein toll! Ich bin froh, dass wir uns für sie
entschieden haben. Sie wird auch uns gegenüber immer offener und liebevoller. Jeden Tag zeigt sie eine neue Entwicklung. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Steigerungen geben könnte.
Ich freue mich übrigens auch, dass es für ihre Mama Amalia Interessenten gibt. Und vor allen Dingen freue ich mich darauf, wenn Sie dieses Jahr so ein Treffen veranstalten, das Sie mir gegenüber schon mal am Telefon erwähnten. Ich hoffe nur, dass es nicht in unsere Urlaubszeit oder in die Läufigkeit der kleinen Lisa fällt. Wir möchten sie nämlich zunächst komplett auswachsen lassen, bevor wir sie kastrieren lassen. Das heißt, sie soll zunächst mal mindestens 2 Jahre alt werden.
Die Hormone sind doch sehr wichtig für die gesunde Entwicklung und Ausbildung der ganzen Gelenke, Sehnen, Bänder usw.
 

 

 

 

 

Update 12.09.2012

Emily durfte heute nach Deutschland reisen und wurde sehnsüchtig von ihrer Familie in Empfang genommen. Wir wünschen ihr viel Glück.  

Update 04.08.2012

Emily, ca. 4 Monate, Mädchen

Unsere Tierschützerin Maria bekam Fotos geschickt von einigen Hunden, die auf einem Grundstück leben und nicht richtig versorgt werden. Maria ist dann mit einem Bekannten dort hin gefahren und was sie vorfand, war schrecklich. Mehrere Hunde sind an Bäume gekettet bei Temperaturen um die 40 Grad. Die meisten Hunden sind sehr dünn und krank. Einige der Hunde konnte Maria in Sicherheit bringen wie unsere Emily. Wir hoffen, für sie eine Familie zu finden in der sie endlich ein schönes Hundeleben führen kann. 

 

 

 

 

 

 

Gabi Bergel

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