Update 25.02.2019

Liebe Frau Sopjani,

ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Aslan letzten Mittwoch nach einem
2tägigen Überlebenskampf eingeschlafen ist. Er war knapp 8 Jahre (und
genau 5 Jahre und 7 Monate bei mir - also viel zu kurz)...
Ich kann es immer noch nicht ganz begreifen, weil er so plötzlich, und
scheinbar ohne Vorwarnung, gegangen ist... Es fühlt sich einfach nur an,
als ob einem selbst ein Teil herausgerissen wurde.

Es war vermutlich eine Stoffwechselstörung (deren genaue Herkunft aber
unbekannt ist, möglicherweise die langjährige Gabe von Allopurinol oder
aber die Leishmaniose selbst), die zu einer großflächigen, symmetrisch
ausgebildeten Schädigung im Großhirn geführt hat. Also leider schon eine
längere progressive Entwicklung mit akuter Verschlechterung am letzten
Montag. Denn er hatte nie zuvor neurologische Ausfälle (Zusammenklappen
oder unfokussierter Blick - das alles hat er seit Montag früh durchleben
müssen, mit einer stündlicher Verschlechterung).

Nach den CT-Untersuchungen am Dienstag früh ist er nicht mehr aus der
Narkose zurückgekommen. Und obwohl die Diagnose schon recht aussichtslos
erschien, konnte ich ihn am Di mittag noch nicht loslassen... Es war
einfach alles viel zu schnell gegangen und ich habe am Montag abend, als
ich ihn notfallmäßig in die Klinik gebracht hatte, weil er sich nicht
mehr auf den Beinen halten konnte, niemals gedacht, dass ich ihn nicht
wieder bei Bewusstsein erleben werde. Daher brauchte ich noch die Zeit
zum Verabschieden (bzw. anfangs noch, um ihn zum Kämpfen und Dableiben
zu ermuntern).
Am Mi Vormittag dann noch eine richtige Verabschiedung, als mir immer
klarer wurde, dass es seine Seele zwar nochmal versuchen würde, aber
sein Körper leider den vielen Aufgaben ("Baustellen" = Hirn,
Leishmaniose, sehr schlechte Nierenwerte etc.) doch nicht mehr gewachsen
ist. Dann habe ich ihm immer wieder gesagt, dass ich mich zwar sehr
freuen würde, wenn er noch dableibt (wenn auch nur für kurze Zeit, aber
ev. kleine Spaziergänge oder im Garten und nochmal gutes Essen), aber
dass ich ihn gehen lasse, wenn er nicht mehr kann...

Der Anruf von der Tierärztin kam am Mi Nachmittag, als ich bereits
wieder auf dem Weg in die Klinik war. Sie wollte mir von den
Verschlechterungen erzählen (zusätzlich Flüssigkeit im Bauchraum ->
insgesamt eine stark voranschreitende Stoffwechselentgleisung) und mir
zu einem Ende raten - aber das wusste ich schon, denn ich hatte Aslan
gesagt, dass es für mich ok ist, wenn er nun gehen möchte...
Als wir zu ihm gegangen sind, ist mir aufgefallen, dass er schon von
selbst gegangen ist, muss also in den Minuten zuvor gewesen sein.
Danke, Aslan, dass der Zeitpunkt also genau der richtige für uns beide
war und du noch diesen letzten Tag gekämpft hast, nur um für mich da zu
sein...

Diese letzten Tage waren wir im Neurologie-Zentrum, das bei uns im Ort
ist und anscheinend im süddeutschen Raum relativ einzigartig, denn es
wurden Termine mit Tierpatienten aus Nürnberg, Augsburg etc. vereinbart.
Aslan hatte also die bestmöglichste Versorgung, und wurde neurologisch
genau durchgecheckt. Dies stand bei ihm sowieso an, weil er seit Anfang
des Jahres Rückenschmerzen zu haben schien... nur dass diese leider
nicht wie vermutet von einem Bandscheibenvorfall kamen, sondern halt von
funktionalen Ausfällen im Gehirn :-(
Wie er es geschafft hat, diese über einen so einen langen Zeitraum (denn
das ist nicht von heute auf morgen gekommen) zu kompensieren und mir nie
ein deutliches Warnsignal zu zeigen, ist mir unerklärlich (da ich ihn ja
immer recht genau beobachtet habe)...
Natürlich war er kein übermäßig "aufgedrehter" Hund und ist eher mal im
"Energiesparmodus" stehen geblieben, statt irgendwo hinterher zu jagen.
Aber da ich ja auch eher ruhig bin und auch so mit ihm umgehe, habe ich
es mir einerseits dadurch, andererseits damit erklärt, dass sein
verstärkt arbeitendes Immunsystem (wegen der Leishmaniose) ihn etwas
ausbremst... und nicht, dass er ein schwerwiegendes Problem mit dem
Nervensystem hat :-(

Für mich bricht eine Welt zusammen - meine Hunde waren immer mein
Lebensinhalt! Und Aslan war ein außergewöhnlich toller Hund und mir ein
sehr treuer Weggefährte in den letzten Jahren...
Er wurde von Ihnen im Juli 2013 vermittelt und ist bei Ihren "Happy
Ends" dort noch unter "Asko" zu finden.

Ihnen und dem Patras-Hunde-Team nochmals danke für Eure Vermittlung -
auch wenn unser gemeinsamer Weg viel zu kurz war, so wird die Zeit, die
Aslan und ich zusammen verleben durften, immer unvergesslich bleiben!
 

 

 

Update 13.08.2013

Liebe Frau Sopjani,

nun sind es 3 Wochen, seit Aslan/Asko hier angekommen ist - eigentlich
eine kurze Zeit, aber es ist beinahe so, als ob er schon eine Ewigkeit
hier wäre...
Es geht uns gut, wir haben uns schon prima miteinander angefreundet!
Im Anhang schicke ich Ihnen einen kleinen Bericht über unser
Zusammenleben. :-)

Nochmals herzlichen Dank Ihnen allen und viele liebe Grüße,

 

 

 

Update 20.07.2013

Asko hat nach langer Zeit endlich ein schönes Zuhause gefunden und durfte heute nach Deutschland reisen. Wir wünschen ihm viel Glück.

Update 02.05.2013

heute haben wir neue Fotos von Asko bekommen. Es ist uns unverständlich
warum so ein hübscher, netter, freundlicher, verträglicher Rüde so lange im
Tierheim sitzt. Wenn Sie Asko gerne ein schönes Zuhause schenken möchten, dann nehmen Sie Kontakt mit seiner Vermittlerin auf.
 

 

 

Update 30.06.2012

Asko, ca. 1 Jahr

Asko wurde vor ca. 2 Monaten bei unserer Tierschützerin mit einer Drahtleine um den Hals vorm Haus ausgesetzt. Sie hatte ihn dann eine Nacht bei sich aufgenommen und ins Tierheim gebracht. Leider hat sich die Familie für Asko nicht gemeldet und nun hoffen wir ein schönes Zuhause für ihn zu finden. Asko versteht sich gut mit den anderen Hunden auch mit Rüden. Er ist ein lieber und freundlicher Hund.

 

 

 

Claudia Sopjani

dog-fit@web.de

Tel: 0179-8373779 (Mo-Sa. ab 19.30 Uhr, Sonn- und Feiertage ganztags)

 

 

 

 

 

 

Patras Hunde e.V.    renate.dueser@t-online.de